Eichfelsenpanorama Beuron

Die Neuschneefälle der vergangenen Woche hatten die geplante Begehung des Palmweges bei Hindelang unmöglich gemacht. Als Ersatz wurde deshalb die Premiumwanderung „Eichfelsen-Panorama“ im Donautal angeboten, die regen Zuspruch fand und den 26 Teilnehmern/innen bei sonnigem, kühlen Wetter schöne Wanderwege mit fantastischen Aussichtspunkten bot.
Startpunkt für die Rundwanderung war der große Parkplatz an der Benediktiner-Erzabtei in Beuron. Auf breitem Forstweg wanderte die Gruppe von dort in angenehmer Steigung ohne gr0ße Anstrengung hinauf in Richtung Irndorf. Nach einer Stunde war mit dem Spaltfels der erste Aussichtspunkt des Tages erreicht. Zu Füßen der Wanderer lag das Kloster Beuron und im Tal schlängelte sich die Donau flankiert von den hell leuchtenden Felswänden.
Nach kurzer Pause wurde der Aufstieg fortgesetzt zur Aussichtskanzel „Rauher Stein“, von wo sich das erste Mal die Burg Wildenstein auf der gegenüberliegenden Talseite zeigte. Der Spielplatz beim Wanderheim bot dann einen idealen Platz für die Mittagspause, die durch den kalten Wind aber nicht allzu lange ausgedehnt wurde. Ohne großen Höhenunterschied wurde anschließend vorbei am Felsengarten der Grundschule Irndorf der Eichfelsen erreicht. Er gilt als der schönste Aussichtspunkt im Oberen Donautal mit dem Blick auf die Burgen Wildenstein und Werenwag und der Sicht auf die Felswände um Hausen und zum Schaufels.
Auf gutem Pfad ging es hinuter ins Tal, wo die Donau überquert wurde und dann der Aufstieg zur Burg Wildenstein in Angriff genommen wurde. Nach einem Blick in den Innenhof der Burg machte man sich schließlich an den Rückweg nach Beuron, wo man sich im Café Härtl Kaffee und Kuchen schmecken ließ, bevor zufrieden mit dem Tag die Heimfahrt nach Laupheim angetreten wurde.

Bericht: Konne
Bilder: Konne + Wolfgang Mock

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Bienenweg Illertissen

Bei kühler Witterung fuhren wir nach Illertissen, wo uns am Ortseingang Schilder mit „Keine Durchfahrt ins Zentrum“ empfingen. Ähnlich wie es gerade in Ulm ist! Zum Vöhlin Schloss mussten wir keine Umleitung nehmen. Hier ist das Bayrische Bienenmuseum untergebracht

das wir schon letztes Jahr besuchten.
Am Museum ist der Start zum Illertisser Bienenweg. Er zieht sich nordwestlich von Illertissen bis zur Staudengärtnerei. Der Wegverlauf „blaue Biene“ ist ca. 8 km lang, die kurze Strecke „rot“ ca. 3 km. Der Weg ist gut zu gehen und verläuft viel im Wald mit kleinen Steigungen. 15 Minuten auf der Teerstraße und über die Autobahn sind nicht so schön!

 

Das Besondere sind 17 Stationen mit ausführlichen Beschreibungen, Fotos und Abbildungen um die Bienen!
Die Themen im einzelnen:
– Bienenstaat, Honigbienen, Bienenweide, Trachtpflanzen
– Energie Licht und Farben, Honigmachen, Totholz für Wildbienen
– Bienenleistungen, Bienenweide mit Natternkopf, Wildbienen
– Nahrung der Bienen, Quellen des Honigs, Bienenhaus,
– Bedeutung der Honigbienen im Naturhaushalt
– Bienen und Obstbau, Bienenprodukte, der Bürger als Bienenfreund
– der intelligente Blumenkasten. (Flyer im Bienenmuseum erhältlich)
Das Ganze ist sehr informativ und lehrreich!
Die Strecke führt zurück zum Rathaus, dann ist es nicht mehr weit zum Schlossbräuhaus, Gasthof seit 1686!

Bericht: Peter Kolb
Bilder: Manfred Strauß, Peter Kolb

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Maiwanderung bei Blaubeuren

Wieder trafen sich 13 Wanderinnen und Wanderer am Parkplatz Parkbad in Laupheim, um bei gutem Wetter zur Maiwanderung aufzubrechen.
Schon nach einer guten halben Stunde Fahrt wurde der Ausgangspunkt, der Parkplatz am Eingang zum Tiefental bei Weiler, erreicht. Nach ca. 1 km verließen wir den Weg im Tiefental und folgten einem Waldweg, der uns rechts bergauf führte. Nach einer kurzen Rast bei einer kleinen Hütte, erlebten wir unser erstes Highlight, den Fußweg durch den Bannwald „Rabensteige“. Zunächst ohne große Höhenunterschiede folgt der Pfad dem Talverlauf durch den frühlingshaften Laubwald, vorbei an Maiglöckchen, jungem Ahornstab, blühenden Stauden und über umgefallene Baumstämme. Der Weg strebt nun steiler werdend, dem ersten Zwischenziel, der Bettelbuche bei Seißen zu. Wir finden nur die Höhenmarkierung Bettelbuche (696m) und haben damit auch den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Auf einem Schottersträßchen folgen wir kurz den Schildern zur Günzelburg, biegen bald wieder rechts ab, um am Waldrand entlang zum Taltrauf zu gelangen. Schöne Blicke ins Tal und auf Weiler belohnen uns dafür. Die Ruine Günzelburg ist nun auch bald erreicht. Stufen führen uns hinauf zur Aussicht über das Achtal. Nun geht es bergab zum Felsenlabyrinth und wir bestaunen die Felsbrücke „Küssende Sau“. Dort bietet sich eine passende Gelegenheit für das mittägliche Vesper, pünktlich um 12:00 Uhr.
Nach der Stärkung geht es weiter abwärts Richtung Blaubeuren. In der Nähe der Brillenhöhle sehen wir einen Kletterer mit seinem Sicherungspartner an einer spektakulären Felsformation. Um unser nächstes Ziel zu erreichen, sind 150 Höhenmeter zu überwinden. Auf der anderen Talseite steigen wir zum „Schillerstein“ hinauf. Der Aussichtspunkt ist 1905 zum 100. Todestag des Dichters Friedrich Schiller erbaut worden. Dort schweifen unsere Blicke hinüber zur Ruine Rusenschloss, links nach Blaubeuren und rechts das Blautal entlang bis hinauf zum Turm der Schapfenmühle. An der Gaststätte Schillerstein führt uns der Weg vorbei (hat heute Ruhetag) um an einem Aussichtspunkt noch einen Blick ins Blautal und auf Blaubeuren zu werfen.
Unser letztes Ziel, das „Geißenklösterle“ lässt sich wegen der steilen Hänge nur in einem großen Bogen erreichen. Die Steinzeithöhle ist Teil des UNESCO-Welterbes und ist Fundort der ältesten Kunst- und Musikinstrumente der Erde. Das Gebiet steht unter besonderem Schutz und sollte daher nicht betreten werden. Wir bewundern deshalb die Felsformationen aus respektvollem Abstand. Nun wieder im Tal angekommen, geht es unter einer sehr niedrigen Eisenbahn- und Straßenunterquerung zurück zum Parkplatz.
Den Tag lassen wir in Schelklingen auf der Sonnenterrasse des Cafes „Vis-a-Vis“ bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Bericht: Christa Gutzer
Bilder: Alfons Ott

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Blitzenreuter Seenplatte

Trotz Regens am Morgen sagte Karl Grauer die Tour um die Blitzenreuter Seenplatte nicht ab, wofür ihm 16 Wanderfreunde dankbar sind.

Zwischen Blitzenreute und Altshausen dehnt sich eine ca. 300 ha große Seen-, Weiher- und Moorlandschaft aus, die größtenteils unter Naturschutz steht. Der Buchsee, der Vorsee, der Schreckensee und der Häcklerweiher entstanden vor rund 20 000 Jahren, als die Jung-Endmoränen der Würmeiszeit den Abfluss nach Süden versperrten.

Vom Parkplatz am Häcklerweiher wanderten wir am Ufer entlang nach Osten. Der Häcklerweiher wurde vom Kloster Weingarten als Speisefischreservoir angelegt. Bald erreichten wir durch Bannwald das Dornbacher Ried, ein unberührtes Hochmoor. Den nächsten See, den Vorsee, umrundeten wir ein Stück und gelangten zum Ort Vorsee mit erhöht stehender Dominikuskapelle. Inzwischen hatte der leichte Nieselregen aufgehört und  weiter nördlich durch verzaubert erscheinenden Wald erreichten wir den größten der Seen, den Schreckensee, und ließen uns in einer kleinen Lichtung zur Mittagspause nieder. Leider blieb es nicht dauerhaft trocken, so dass wir nach dem Vesper wieder die Schirme aufspannten und den Weg zum Blasenberg hochstiegen. Unser letzter See war der Buchsee, an dessen Westufer wir entlang gingen. Nach dreistündiger Gehzeit erreichten wir wieder den Häcklerweiher und zogen die Wanderschuhe aus. Im Wintergarten des Cafes Langegger in Staig ließen wir unsere schöne Wanderung ausklingen.

Wir sind uns einig, dass diese zauberhafte Tour nochmals bei schönem Wetter wiederholt werden sollte.

Bericht: Thea Fetscher

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Rundwanderung bei Schloss Mochental

Die Wetterprognosen für das Allgäu waren für heute leider nicht kaiserlich vorhergesagt worden. Mit schlechtem Wetter war zu rechnen. Deshalb entschied sich die Wandergruppe von 9 Personen als Alternative für eine Wanderung auf der Schwäbischen Alb. Hier war das Wetter ganz passabel und wir blieben von Hagel, Schnee und Regen verschont. Ab und zu verwöhnte uns sogar die Sonne.
Der Ausgangspunkt unserer Rundwanderung war der Wanderparkplatz beim Schloss Mochental. Auf breitem Forstweg wanderten wir hinauf zum Sauberg, wo sich ein weiter Blick über Obermarchtal und Munderkingen zum Bussen bot. Nach dem Weg durch das Wolfstal ging es ins  Obere Tiefental in Richtung Mundingen zum Lebens-Horizont-Weg mit den  Kunstobjekten „Lange und kurze Bank“, „Enger und Weiter Horizont“ sowie „Frieden finden“ beim Landgericht, einer alten Gerichtsstätte. Durch das Bactal ging es dann wieder abwärts zum Schloss Mochtental.

Abschluss der Wanderung war die Einkehr bei Cafe und Kuchen im Schloss. Dann fuhren wir bestens gelaunt, mit vielen schönen Eindrücken  und mit einem kurzem Heimweg wieder nach Hause.

Bericht + Bilder: Karin Hauber

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Wanderung um den Sorgschrofen

Die Flut der Anmeldungen zu dieser Wanderung wollte kein Ende nehmen, und so machten sich – obwohl die „Notbremse“ gezogen wurde – schließlich 29 Personen auf den Weg ins Allgäu nach Jungholz. Auf dem leeren Liftparkplatz wurden die Fahrzeuge abgestellt, und nach der üblichen Startprozedur setzte sich die lange Karawane bei kühlen Temperaturen und bedecktem Himmel in Bewegung.
Am Mühlbach entlang begann der steile Anstieg hinauf nach Langenschwand, wo kurz danach der ebenso steile Weg hinunter ins Vilstal abzweigte. Vorbei an der Alpe Scheidbach und der kleinen Kapelle wurde der Uferweg der Vils erreicht, dem die Gruppe bis zur Kälbelehofalpe folgte. Hier stellten sich bei einigen Teilnehmerinnen heftige Hungergefühle ein, so dass es höchste Zeit wurde, eine längere Vesperpause einzulegen. Dabei konnte man in unmittelbarer Nachbarschaft die schroffen Felsabstürze des Schönkahler betrachten und in der Ferne den Blick auf Bschiesser, Ponten und Rohnenspitze genießen.
Frisch gestärkt wurde nach zweimaliger Überquerung von Vils und Staatsgrenze der Aufstieg zum Hotel Rehbach ohne Probleme bewältigt, wo man ein weiteres Mal das Bergpanorama vom Oberjoch bis zum Gaishorn bewundern konnte. Nach knackigem Aufstieg zu einem weiteren Aussichtspunkt ging es schließlich hinunter nach Unterjoch und von dort wieder aufwärts zu den Sorgalpen. Dann musste nur noch ein zusätzlicher Anstieg und ein weiterer Grenzübertritt absolviert werden, und nach vier Stunden Gehzeit war wieder Jungholz erreicht.
Zum Abschluss des Tages gönnte man sich im Almcafé Schnakenhöhe Kaffee und Kuchen und vor dem Café nochmals einen herrlichen Blick auf die Alpenkette vom Iseler bis in die Ammergauer Alpen, dann machte man sich nach einem schönen Tourentag an die Heimfahrt.

Bericht + Bilder: Konne

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Blütenwanderung bei Bodnegg

Die oberschwäbische Moränenlandschaft bei Bodnegg ist im Frühling zur Obstbaumblüte außerordentlich bezaubernd. So fuhren 16 Wanderfreunde am Ostermontag zum Rundwanderweg 3 südlich von Bodnegg.
Am ehemaligen Gasthof in Lachen konnte geparkt werden. Das Wetter war überwiegend sonnig, ein leichter Wind und schattige Waldpassagen bewahrten vor Schweißausbrüchen. Auf der gesamten Wegstrecke bot sich oft ein toller Blick auf die noch winterliche Alpenkette vom Hochgrat bis zum Säntis. Vom Mahlweiher aus ließen wir uns eine Besteigung des Burghügels der ehemaligen Burg Ebersberg nicht entgehen. Ein steiler Weg führte uns hinauf zu den Überresten der ehemaligen Burg, wo unter schattigen Bäumen mitten im Burghof eine Viertelstunde gerastet wurde. Auf einem längeren Feldweg durch Löwenzahnwiesen durchsetzt mit Wiesenschaumkaut wurde Hinteressach erreicht. Die Attraktion des Ortes ist das sogenannte Hexenhaus mit seinen fröhlich bunten, bizarren Figuren.
Vorbei an frisch bearbeiteten Hopfengärten und durch ein schattiges Waldgebiet erreichten wir den Weiler Zannau umgeben von blühenden Obstgärten. Vorbei an den Weilern Tobel und Roggenacker stiegen wir hinauf zum Gehöft Schönberg und der darüberliegenden Anhöhe mit Aussicht bis zum Bodensee. Viele umgesägte Bäume waren dann noch eine sportliche Herausvorderung im letzten Waldstück, durch das uns der Wanderweg wieder zum Ausgangspunkt führte.
In knapp 10 Fahrminuten erreichten wir anschließend das Gasthaus Grüner Baum („Kongo“) wo auf der aussichtsreichen Terrasse schon zwei Tische für uns reserviert waren. Da es schon kurz nach 17 Uhr war, stillte jeder seinen Hunger bei einem ausgiebigem Vesper, dann traten wir die Heimfahrt nach Laupheim an.

Bericht: Sigge Wehrle
Bilder: Konne

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Kirchblütenwanderung am Bodensee


13 Teilnehmer/innen sowie ein Hund trafen sich an diesem tristen, grauen Aprilmorgen zur Abfahrt an den Bodensee zur Kirschblütenwanderung bei Sipplingen. Von Nieselregen begleitet erreichte man über Saulgau und Ostrach den Ausgangspunkt zur Wanderung am neuen Hafen in Sipplingen. Das andere Seeufer war zwar kaum zu erkennen, aber es regnete wenigstens nicht mehr.
Durch die blühenden Kirschgärten wanderten wir auf dem Blütenweg zunächst Richtung Ludwigshafen bis zum Abzweig ins Pfaffental. Auf einem sanften Anstieg durch mit Bärlauch bedeckten Buchenwald gelangten wir von hier in mehreren Kehren hinauf zum sogenannten Rosshimmel, einem schönen Aussichtspunkt bei klarer Sicht. Durch aprilfrisches Grün wanderten wir durch mit Buschwindröschen durchsetzen Buchenwald hinauf zum Haldenhof auf 630 Metern, 250 Meter über dem See. Eine kurze Mittagsrast auf genügend Sitzbänken wurde hier eingelegt. Die Aussicht auf den See und das Dorf Sipplingen war schon um einiges besser als am Morgen. Auch die Insel Mainau war schon zu erkennen, nur die Alpenkette verschloss sich unseren Blicken. Auf dem aussichtsreichen Panoramaweg führte der Weg nun immer der Hangkante entlang vorbei am Bodenseewasserwerk bis zur Zimmerwiese, wiederum einem sehr schönen Aussichtspunkt. Von hier führte uns der Weg etwas im Hinterland direkt nach Hödingen, wo wir bei Siggis Cousin Burkart Wiedenhorn einen Besuch abstatteten.
Bei selbst gekeltertem Wein und Most und dazu für jeden eine köstlich schmeckende  Bärlauchbratwurst verbrachten wir eine lustige Pause in seinem schönen Wintergarten. Obligatorisch war danach natürlich ein Besuch seines Hofladens, wo es ein buntes Sortiment an Schnäpsen und Likören und Honigprodukten zu kaufen gab. Zum Abschied begleitete uns Burkart noch ein Stück über den aussichtsreichen Weg über den Hödinger Berg.
Nach herzlicher Verabschiedung stiegen wir nun hinunter zum Weiler Süßenmühle. Von dort erreichten wir nach einem kurzen Anstieg die sieben Kurfürsten. Dies sind kleinere Sandsteinfelsen die hier auf einem Hügel stehen. Nach einem Fotostopp erreichten wir durch die blühenden Kirschgärten Sipplingen. Auf einem lauschigen Weg mitten durch die Häuser erreichten wir die Ortsmitte am Rathausplatz. Nach kurzem Abstieg zur Anlegestelle lud uns das dortige Café zu einer Abschlusseinkehr ein. Mit herrlicher Sicht auf den See ließ man die Tour nochmal Revue passieren und trat danach wohlgelaunt die Heimfahrt an.

Bericht: Siggi Wehrle

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Malerweg durch das Elbsandsteingebirge

Die DAV-Senioren aus Laupheim waren eine Woche lang auf den Spuren der Landschaftsmaler des 18. Jahrhunderts unterwegs durch das Elbsandsteingebirge. Unter der Führung von Konne Leitte erlebten die 12 Teilnehmer bei herrlichem Frühlingswetter auf dem Malerweg eine einmalige Landschaft mit unzähligen bizarren Felstürmen, von denen sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf das Elbtal und die markanten Tafelberge auf der linken Elbseite boten.

Samstag, 30.03.2019

Um 8 Uhr startete die Gruppe zur Fahrt in die Sächsische Schweiz. Ziel war die Kleinstadt Bad Schandau, wo die Wanderer nach der Ankunft gegen 15 Uhr ihr Quartier in der Pension Menge am Kurpark bezog. Dank der guten Verkehrsanbindung war es möglich, täglich zum jeweiligen Ausgangspunkt der Tagesetappe zu fahren und am Nachmittag mit dem Bus wieder zurück nach Bad Schandau zu kommen.

Sonntag, 31.03.2019

Nach hervorragendem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Elbe, fuhren mit der Fähre zum Bahnhof, nahmen die S-Bahn nach Wehlen und setzten it der Fähre über nach Stadt Wehlen. Hier begann der Aufstieg auf dem Schwarzbergweg zum Rastplatz „Steinerner Tisch“. Von hier war es nicht mehr weit zur bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Sächsischen Schweiz, der Bastei. Zum Glück hielt sich der Besucherandrang heute in Grenzen, so dass wir in Ruhe von der Basteibrücke und den daneben liegenden Felskuppen die grandiose Aussicht genießen konnten.
Über viele Stufen wanderten wir hinunter in den Amselgrund, gingen vorbei an der Felsenbühne Rathen und dem Amselsee und stiegen am Amselfall wieder aufwärts nach Rathewald. Hier war das nächste Ziel der Hockstein mit herrlichem Blick über das Polenztal zu unserem Tagesziel Hohnstein. Zunächst ging es aber nochmals durch einen engen, dunklen Spalt über viele Metallstufen hinunter in die Wolfsschlucht, dann wurde die Polenz überquert. Durch den „Schindergraben“ bewältigten wir schließlich den sehenswerten Ort Hohnstein, von wo uns nach der Kaffeepause das Taxi zurück nach Bad Schandau brachte.

Montag, 01.04.2019

Schon kurz nach dem Start in Hohnstein erwartete uns heute die erste Attraktion, die „Gautschgrotte“, die von einem 40 m breiten, gewölbeartigen Felsüberhang wird gebildet wird. Auf guten Waldwegen ging es weiter zur Brand-Baude. Hier konnten wir bei einer Pause den weiten Blick über die Elbe und das Panorama von der Bastei bis zu den Schrammsteinen genießen. Über knapp 900 Stufen führte der Weg anschließend hinunter ins Tal und auf der anderen Seite wieder 500 Stufen hinauf nach Waitzdorf. Hier fand sich ein schönes Pausenplätzchen, um für den Weg hinunter zur Kohlmühle und den anschließenden kräftigen Aufstieg nach Altendorf wieder Energie zu tanken. Sie reichte sogar nach für den ungeplanten, spannenden Abstieg durch die Dorfbachklamm hinunter zur Ostrauer Mühle, von wo es mit der Kirnitschtalbahn nach Bad Schandau ging.

Dienstag, 02.04.2019

Der heutige Tag brachte für alle den absoluten Höhepunkt der Wanderwoche.
An der Ostrauer Mühle begann unser Aufstieg auf guten Waldwegen zum Großen Schrammtor zwischen hoch aufragenden Sandsteinsäulen. Über Holztreppen, senkrechte Leitern und viele Metallstufen erreichten wir die Schrammsteinaussicht, eine Felskuppe mit fantastischen Aussichten auf die stark zerklüftete Gruppe der Schrammsteine. Über den Teufelstein stiegen wir weiter zur breiten Kluft und kamen vorbei am Kleinen Dom zu den Affensteinen. Auch hier erleichterten Stufen und Leitern den Aufstieg. Das „Kleine Prebischtor“ war willkommene Kulisse für ein Gruppenfoto, dann ging es hinab zur Haltestelle der Kinitschtalbahn am Lichtenhainer Wasserfall.
Einige der Gruppe hatten hier noch nicht genug und stiegen hinauf zum „Kuhstall“, dem größten Felsentor der Sächsischen Schweiz. Eine Attraktion ist hier die „Himmelsleiter“, die durch einen Spalt in vielen Stufen auf das Plateau über der Kuhstallhöhle führt.

Mittwoch, 03.04.2019

Der Bus brachte uns heute zur Buschmühle ins Kirnitschtal. Nach kurzem Aufstieg in Richtung Arnstein folgten wir einem nicht sonderlich interessanten Forstweg in Richtung Sturmanns Eck. Abwechslung brachte dabei ein kleiner Abstecher zur Kleinsteinhöhle mit dem darüber liegenden Aussichtspunkt, der einen weiten Blick über die großen Waldflächen erlaubte. Gegen Mittag erreichten wir das Große Pohlshorn, einen weiteren Aussichtspunkt, dann ging es hinab zur Brücke über die Kirnitsch und anschließend hinauf zum Alten Zeughaus. Ein weiterer langer Aufstieg brachte uns schließlich zum höchsten Punkt der Woche, dem Großen Winterberg (556 m). Leider hatte die Berggaststätte geschlossen, so dass wir nach kurzer Pause den Abstieg über die unzähligen Stufen des Berggeistweges hinunter nach Schmilka in Angriff nahmen. Hier konnten wir uns im gemütlichen Garten der Schmilk’schen Mühle zu Kaffee und Kuchen niederlassen, bis uns der Bus zurück nach Bad Schandau brachte.

Donnerstag, 04.04.2019

Von Schmilka brachte uns die Fähre zur Hirschmühle, wo der Treppenweg hinauf nach Schöna beginnt. Typisch für die linkselbische Sächsische Schweiz sind die Tafelberg, die sich steil aus den Wiesen erheben und schöne Aussichtspunkte bieten. Unser erster Gipfel war die Kaiserkrone, ein zerklüfteter Felsklotz, der aus drei Zacken besteht, von denen man die Sicht nach allen Seiten genießen kann. Vorbei an Wolfsberg erreichten wir Krippenberg und wanderten weit hinab nach Krippen von wo wir wieder in weiten Serpentinen nach Krippendorf aufsteigen durften. Steile Stufen brachten uns dann hinauf zum Papststein mit grandioser Rundumsicht und einer Berggaststätte am Gipfel. Bei Getränken und Eierschecke konnten wir die Sonne genießen, da uns von der Bushaltestelle nur noch ein bestens angelegter Treppensteig trennte. Allerdings hielten Inge (89) und zwei weitere Teilnehmer diese Ruhe nicht lange aus und erstiegen noch zusätzlich den gegenüber liegenden Gorisch.

Freitag, 05.04.2019

Der letzte Tourentag startete im Kurort Gorisch und führte uns auf dem Königsweg zunächst nach Pfaffendorf. Von dort galt es, durch das enge Nadelöhr, einen steilen Aufstieg über Holztreppen und Eisenleiter, den Pfaffenstein zu erklimmen. Mehrere Aussichtspunkte boten weite Ausblicke, die Gaststätte hatte für eine Kaffeepause geöffnet, dann ging es zur 42 m hohen Felsnadel der Barbarine, einem der Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.
Über den Klammweg wanderten wir hinab nach Königstein und machten uns dort an den Aufstieg zur Festung Königstein. Nach einer ausgiebigen Erkundung des weitläufigen Festungsareals mit mehr als 30 Bauwerken aus den vergangenen Jahrhunderten brachte uns der Bus zurück nach Bad Schandau.

Samstag, 06.04.2019

Als kulturellen Abschluss unserer Wanderwoche stand eine Fahrt nach Dresden auf dem Programm. In eigener Regie erkundete jede/r die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Am Abend trafen wir uns dann zum letzten gemeinsamen Abendessen, bevor es am Sonntag wieder auf die Autobahn zurück nach Laupheim ging.

Bericht + Bilder: Konne

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Wanderung bei Karsee

 

Nach zügiger Anfahrt durch das Allgäu fand die Wandergruppe unweit von Karsee einen Wiesenparkplatz. 21 Teilnehmer/innen starteten von hier auf einer uralten Steige (Totensteige) durch den Wald hinauf in Richtung Vogt. Früher war Karsee auch Kirchengemeinde von Vogt, und alle Verstorbenen wurden über diesen steilen Weg nach Karsee zum Friedhof gebracht.
Bald war der höchste Punkt des Tages mit einer Höhe von etwa 700 m erreicht und im stetigen leichten Bergauf und Bergab führte der Weg weiter nach Süden bis zum Christkönigsbergberg über Karsee zu dem auch ein Skilift hinauf führt.
Der Ausblick an diesem Vormittag war in die nähere Umgebung gut, nur die Alpenkette vesteckte sich noch in Wolken. Auf einer Panoramatafel konnte man erahnen, was man alles sehen würde.
Nach kurzer Pause führte der Weg weiter über aussichtsreiche Höhen, vorbei an einer mit gelben Narzissen übersäten Wiese und danach öfters über frisch gedüngte Wiesen bis zur Lourdesgrotte bei Tobel. Am geschützten Waldrand unmittelbar bei der Mariengrotte hielt man Mittagsrast. Die Aussicht auf die Alpenkette wurde immer besser, und wenn die Sonne durch die Wolkendecke brach, war es fast warm.
Nach der Pause ging es nun über frisch gedüngte Wiesen hinunter ins Karbachtal in der Nähe des Weilers Untermatzen. Immer flussaufwärts führte der Weg nun am Ufer des naturbelassenen, kurvenreichen Bachlaufes entlang. Zahlreiche Märzenbechervorkommen erfreuten dabei die Wandergruppe. Nach einer kleineren Pause bei Ruzenweiler verließ man das Bachufer, und über weite Wiesenflächen wurde bald der der Weg unterhalb des Schweinebergs erreicht auf dem wir 30 Minuten später wieder zum Ausgangspunkt in Karsee gelangten. Dabei war ein letzter Höhepunkt die Wegstrecke direkt am See entlang.
Schlusseinkehr hielten wir im Gasthaus Grüner Baum („Kongo“) im Weiler Wieser unweit von Vogt, wo wir schnell und freundlich bedient wurden. Dank auch an Mitwanderer Wolfgang Mock, der als eingeborener Karseer einen Teil der Tour erarbeitet und geführt hat.

Bericht: Sigge Wehrle
Bilder: Konne, Wolfgang

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